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inline existiert. inline führt derzeit die neue Marke "twister" ein und wird auch demnächst auf diesen Namen umfirmieren. D. h. der Name "inline" verschwindet so allmählich aus der Berliner Landschaft.
Die Zentrale lebt, hat Aufträge, die werden auch weggefahren, und ausbezahlt werden die Fahrer auch.
Was Gerüchte über ein baldiges Ableben der Firma angeht kann ich zwar kein definitives Dementi geben, aber so "von außen" betrachtet und aus dem, wie die Geschäftsführung die Situation darstellt, gibt es zwar einen Haufen Probleme, aber keine "harten" Risiken. Wohl aber gibt es natürlich insbesondere im Cosmo-Lager eine Menge Leute, die inline/twister gerne verbal totreden würden bzw. sich Mühe geben, den Ruf der Zentrale zu ruinieren.
Fakt ist, dass bei inline eben mit der Betriebsaufnahme von Cosmo bzw. in den ersten 2 Monaten danach so einige Kuriere ihre Verträge bei inline gekündigt haben. Und gleichzeitig Kunden/Aufträge abgezogen wurden. Entsprechend gibt es jetzt bei inline/twister weniger Aufträge als früher. Und gerade in der Zeit um Oktober/Anfang November herum gab es ein paar brutale Engpässe, was das Wegfahren der Auftragslast anging. Das war wohl auch seitens der zu Cosmo wechselnden Fahrer so provoziert worden: die Touren wurden einfach liegengelassen, man wollte den Service bei inline schlecht machen, um wechselwillige Kunden zu generieren.
Seit November füllt inline die "Fahrerlücke" wieder auf, es wurden einige neue Fahrer angeschlossen. Und es sollen wohl auch noch weitere folgen. In wieweit es noch sinnvoll ist, wie viele neue Fahrer anzuschließen, kann ich schwer einschätzen. Im Prinzip gibt es ja zwei Probleme, die gelöst werden müssen: einerseits müssen genug Fahrer da sein, damit die Zentrale ihre Aufträge los wird. Andererseits lebt die Zentrale von den Pauschalen, entsprechend braucht sie zur Deckung eines gewissen Kostenapparates halt eine Mindestzahl an Fahrern.
Es stellt sich halt auf lange Sicht die Frage, ob die Zentrale es schafft, die Fahrerzahl so einjustieren zu können, dass zum einen damit Kostendeckung für den Zentralenbetrieb erreichbar ist, zum anderen die angeschlossenen Fahrer auch satt werden. Denn wenn sie nicht satt werden laufen sie eben wieder weg. D. h. die Zentrale ist letztlich darauf angewiesen, adäquat zu ihrem Kostenapparat eine sinnfällige Auftragszahl zu generieren. Derzeit steht die Situation ein wenig auf der Kippe, aber es sieht durchaus danach aus, dass inline/twister es schaffen kann. Zumindest wird die Zentrale "von jetzt auf sofort" wohl kaum zusammenbrechen. Und es sind auch klare Bemühungen der Geschäftsleitung erkennbar, die bestehenden Probleme anzugehen und zu lösen. So gesehen besteht also eine durchaus begründete Hoffnung, dass inline/twister auch langfristig weiterexistieren wird.
Zu Deinen konkreten Überlegungen:
Ob es für Dich sinnvoll ist, Dich bei inline/twister anzuschließen, hängt in erster Linie davon ab, ob Du Vollzeit fahren willst oder nicht. Die Zeiten, wo man mit ein paar Stunden pro Tag Traumumsätze generieren konnte, sind definitiv vorbei. Als Vollzeitfahrer ist es aber durchaus noch möglich, auf einen gewissen Umsatz zu kommen. Wie es jetzt im Januar laufen wird ist natürlich noch unklar. Januar ist traditionell kein guter Monat für Radkuriere, weil die Unternehmen erstmal wieder aus dem Winterschlaf erwachen müssen. Dazu kommt der Faktor "Krise". Ich war heut' draußen und habe von inline/twister auch einige Aufträge weggefahren. Für "erste Januarwoche", wo man eigentlich Gefahr läuft, nur dumm rumzustehen, war es gar nicht mal schlecht. Realistischerweise muss man aber dazu sagen, dass kaum Radfahrer draußen waren.
Wenn Du mehr wissen willst, ggf. PM mit Telefonnummer.
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