So geht's einfach nicht, lieber Miscka. Ich gehe ab jetzt auf persönliche Beleidigungen nicht mehr ein! Ich lehne es ab, hier aufzuzählen was ich wann für wen getan habe. Mach dein Gutmensch-Ranking, von mir aus tragen wir das untereinander aus, ich habe da nichts zu fürchten und mir schon gar nichts vorwerfen zu lassen. Sorry, mit diesem Part ist bei mir jetzt endgültig Sense!
mischka hat geschrieben:
und nochwatt ausser elena hätte keiner von euch drei je anspruch auf irgendfelchet fond geld gehabt. allet keene arbeitsunfälle.
Unsinn. Am 3.12.03 bin ich auf der Leipziger/Ecke Friedrichstraße von einem rechtsabbiegenden Polizeiwagen umgefahren worden. Ich stand da erstmal ganz allein, mein Rad war komplett hinüber, ich selbst hatte die üblichen schweren Abschürfungen und Prellungen an Knie, Ellenbogen, Schenkel, Oberarm, Händen und im Gesicht. Der Unfall wurde afgenommen und die Schuldfrage war unstrittig.
Anschließend konnte ich nicht fahren, hab mich aber nach ein paar Tagen wieder aufgerappelt und die Schmerzen verdrängt, weil mir gar nichts anderes übrig blieb, mein Rad repariert (besser gesagt: mir ein anderes von meinem Bruder schenken lassen) und bin wieder raus. Ich hatte keinerlei Versicherung die griff, denn von BG wusste ich bis dahin nichts, Unfallversicherung hatte ich nicht und Krankenkasse zahlte erst nach sechs Wochen Krankenschein.
Anschließend wurde ich von den Typen verklagt, weil ich Schuld gewesen sein sollte, da mein Rennrad nicht verkehrssicher war, weil das Licht fehlte. Zwar war hellichter Tag und niemand fuhr mit Licht, auch die B.'s nicht, aber was soll's. Die Sache konnte ich gewinnen, weil ich die Anwältin vom ADFC (umsonst) um Rat fragen konnte und der Richter beim Gericht in Tiergarten die Klage gar nicht erst zuließ (die Prozesskosten hätte ich mir gar nicht leisten können).
Daraufhin mussten sie dann zahlen, aber nur, was ich beweisen konnte. Also keinen Verdienstausfall, kein Schmerzensgeld, sondern nur meine Radteile. Da war es dann inzwischen Ende März '04.
Das war das eine Mal, von dem ich rede, da war ich völlig allein, total verzweifelt und wusste nicht weiter.
Das andere Mal war Anfang Februar bei dem schweren Orkan hier in Berlin, da flog mir irgendein Partikel ins Auge (Netzhautverletzung) und ich konnte tagelang nichts sehen und natürlich unter keinen Umständen Kurierfahren.
Kokosadun hat geschrieben:
Bei allem Diskutieren um einen Fond muß klar bleiben, daß man immer so leben sollte, daß so ein Fond eigentlich überflüssig sein müßte.
In meinen beiden Fällen war absolut gar nichts mit eigener Schuld, sorry. Es geht doch hier nicht darum, Alkohol, Drogen, Rauchen oder lange Haare zu entschuldigen oder jeden Verkehrsteilnehmer, dem etwas passiert, erst einmal unter Generalverdacht zu stellen.
Die Gefährdug ist enorm hoch, und auch wer immer alles richtig macht, kann einfach Pech haben. Niemand wird - wie Mo es behauptet hat - sich erst einmal schnell die Hand brechen, damit er das Geld einstecken kann.
Ist es möglich, mal Dummheit und Betrug von Unglück und Schicksal zu trennen, oder meint hier wirklich jemand, jeder bekäme immer das was er verdient hat!
Ich glaube nicht an diese Art Gerechtigkeit einer höheren Vorsehung, sondern möchte - bei aller Vorsicht auf der Straße, die ist doch selbstverständlich! - noch etwas vorsehn für den Fall der Fälle.
Jan